Entwicklung eines innovativen biotechnologischen Verfahren zur Brauchwassergewinnung mit
Trinkwasserqualität aus Abwässern der Lebensmittelverarbeitung
Ziel dieses Vorhabens ist es, durch rationelle und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasserressourcen die
Wirtschaftlichkeit der Produktion in der Lebensmittelverarbeitung und hier speziell bei der Herstellung von Fertig- und Tiefkühlprodukten zu erhöhen. Im Zentrum des Interesses steht die Entwicklung und
Demonstration einer innovativen Systemtechnik zur produktionsintegrierten Herstellung von Brauchwasser mit Trinkwasserqualität aus Abwasser des Blancheurs und Kreislaufschließung. Das technische Lösungskonzept
gliedert sich in folgende Module
Vorbehandlung
Als Vorbehandlungsstufe soll die Mikro- und Ultrafiltration (MF/UF) in Crossstromführung zur Anwendung
kommen, um die flusenartigen Feststoffe und gel-
artigen Bestandteile (Stärke u.a.) abzutrennen oder nicht erst entstehen zu lassen.
Es wird auch die Möglichkeit der Wertstoffrückgewinnung durch die Filtrationen geprüft.
Elimination organischer und anorganischer Komponenten
Zur Eliminierung der organischen und anorganischen Fracht soll ein Vergleich zwischen dem neu entwickelten
Biomembranreaktor (SZR und UF) mit nachfolgender Nanofiltrations- und Umkehrosmoseeinheit (NF/RO) sowie der Verdampfertechnik der Firma Hadwaco durchgeführt werden, die in direkter Konkurrenz stehen.
·Desinfektion
Den Abschluss der Prozesskette bildet bei biotechnologischen Anlagen besonders die notwendige Desinfektion.
Hier muss den durch offene Membranen diffundierenden Plasmiden besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden, die ein sehr hohes toxikologisches Potential aufweisen.
Zunächst soll ein Teil der Gesamtanlage im Technikumsmaßstab realisiert werden. Hieran sollen die
Betriebsparameter für einen abgesicherten, optimierten, stabilen und aufeinander abgestimmten Betrieb der Anlagenkomponenten erfolgen. Die Ergebnisse dieser Untersuchung sollen mit denen eines konventionellen
Anlagenkonzeptes verglichen werden. Anschließend wird von wissenschaftlicher Seite (IUV, TC) aus in enger Zusammenarbeit mit Unternehmen der Lebensmittelbranche bzw. mit Anlagenherstellern und -vertreibern (ECOMA,
AST) eine Umsetzung der erarbeiteten Lösungen erfolgen.
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