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Mykotoxin Arrays

Entwicklung eines innovativen Mykotoxin-Antikörper-Arrays zur Sicherung der Produktqualität in lebensmittelproduzierenden Betrieben

Zielsetzung und Anlass des Vorhabens

Mykotoxine stellen auf Grund ihrer toxischen Bewertung und auf Grund einer gewissen Häufung positiver Befunde für den Verbraucher ein nicht zu unterschätzenden Gefährdungspotential dar. Die Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Reproduktivität von Zuchttieren wird durch Mykotoxine erheblich beeinträchtigt. Maßgeblich für die Eindämmung der Kontamination in prozessierten Lebensmitteln und in Futtermitteln ist die Überwachung der Qualität der eingesetzten Rohstoffe.. Mit dem Mykotoxin-Antikörper Array wird ein Test entwickelt, der es ermöglicht in einem einzigen Analysensystem mehrere relevante Mykotoxine gleichzeitig zu erfassen. Der Test soll einfach durchzuführen sein, eine kurze Analysenzeit beinhalten und damit eine schnelle Beurteilung der untersuchten Probe erlauben.

Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden

Zunächst werden die für den Testaufbau notwendigen spezifischen Reagenzien wie Antikörper und enzymmarkierte Mykotoxine beim Kooperationspartner hergestellt und die HPLC-Referenzmethoden für die Mykotoxin-Analyse etabliert. Mit den spezifischen Reagenzien werden danach die Einzeltests für den Nachweis von Aflatoxin, Ochratoxin, Deoxynivalenol, T-2 Toxin und Fumonisin unter Berücksichtigung der angestrebten cut-off Werte entwickelt. Als Plattform für die Testentwicklung dient die 96-well Mikrotiterplatte. Die Detektion wird mit Hilfe einer photometrischen Messung vorgenommen. Zur Steigerung der Empfindlichkeit werden aber auch Fluoreszenz und Chemilumineszenz als Messprinzipien in Erwägung gezogen. Die Komponenten der Einzeltests werden sodann zu einem integrierten Multisystem zusammengesetzt. Der Mykotoxin–Antikörper-Array wird schließlich für die Analyse von verschiedenen Probenmaterialien eingesetzt, wobei sowohl dotierte Nullproben, die gesichert nicht mit Mykotoxinen belastet sind, als auch natürlich kontaminierte Proben analysiert werden. Die Mykotoxingehalte der Proben werden mit Hilfe der HPLC-Referenzmethoden verifiziert. Die Qualitätsmerkmale des Mykotoxin-Antikörper-Arrays wie Nachweisgrenze, Reproduzierbarkeit und Genauigkeit werden evaluiert und im Vergleich mit Referenzmethoden dargestellt.

Impressum: Prof. Bernd Jastorff, Dr. Kerstin Mölter,
Zentrum für  Umweltforschung und Umwelttechnologie (UFT), Universität Bremen

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